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Wasserkraftwerk
Das wirtschaftlich ausbaubare Wasserkraftpotenzial der Welt umfasst
15 Milliarden Megawattstunden jährlich. Etwa 20 Prozent davon werden
erst genutzt, obwohl Wasserkraft unter den erneuerbaren Energien bereits
eine herausragende Stellung einnimmt: Rund 19 Prozent des gesamten weltweiten
Nettostromverbrauchs stammten im Jahre 2000 aus dieser Energiequelle,
während alle anderen regenerativen Energien zusammen lediglich ein
Prozent beitrugen.
Die Möglichkeiten zur rentablen Nutzung von Wasserkraft hängen
im großen Maße von den natürlichen Gegebenheiten eines
Landes ab. Mehr als 20 Länder der
Erde wie Norwegen und Paraguay decken ihren Strombedarf zu über 90
Prozent
aus Wasserkraft, wie auch viele andere, darunter Österreich, Brasilien, Venezuela
oder Kanada, überwiegend.
Wasserkraftwerke
arbeiten mit dem höchsten Wirkungsgrad aller heute bekannten Energieerzeugungssysteme.
Sie sind weitgehend automatisiert und verursachen vergleichsweise geringe
Betriebskosten. Sie dienen auch einer geplanten Wasserwirtschaft, die
Hochwasserkatastrophen vorbeugt, Flüsse schiffbar macht und Bewässerungsprobleme
löst.
Wasserkraft
hat Zukunft, doch findet ein Wandel in der Form ihrer Nutzung statt. Die
Zeit der Großprojekte, deren großflächige Lebensraumzerstörung
erhebliche negative soziale und ökologische Auswirkungen mit sich
brachten, scheint eindeutig vorbei zu sein. An Bedeutung gewinnt nun die
kleine Wasserkraft, d.h. Anlagen mit einer Leistung bis
etwa 10 Megawatt, bei der solche Probleme nicht auftreten.
In Deutschland gibt es eine überschaubare Anzahl von mittleren und
kleinen sowie wenigen großen Unternehmen, die Turbinen und andere
Maschinenbau-Komponenten für den Bereich Wasserkraft produzieren.
Einige von ihnen blicken dabei auf eine lange Tradition und entsprechende
Erfahrung bei der Entwicklung und dem Einsatz von Wasserkraft-Technologien
zurück.
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